Plakat WorkshoptagWorkshoptag an der Karl-Arnold-Schule und an der Matthias-Erzberger-Schule

Herr Spieler berichtet vom Workshoptag

Für über 600 Haupt- und Realschüler aus dem Kreis Biberach barg der heurige Valentinstag ein ganz besonderes Erlebnis.

Im Vorfeld konnten sich die Schüler per Online-Anmeldung ihren Herz-Workshop aussuchen. Heike Gaumund Tobias Pfänder von der RS Ochsenhausen: „Es ist ein tolles Workshop-Angebot und das Anmeldeverfahren war leicht machbar.“ – „Jeder hat aus diesem attraktiven Angebot ganz schnell mehrere Wunschveranstaltungen gefunden.“

Am Valentinstag, bereits um 8.00 Uhr, trafen die ersten Schüler ein. Im Eingangsbereich wurden sie von ihren Paten, alles Lehrerinnen und Lehrer
der KAS und MES, empfangen und mit den notwendigen Utensilien ausgestattet: Ein Bändel mit Anhänger, ein Ausweis, auf dem alle relevanten Daten für einen reibungslosen Ablauf des Tages vermerkt waren. Jede Klasse erhielt ein „NEST“ zugeordnet, das als Anlaufstelle und Treffpunkt genutzt wurde. Innerhalb kürzester Zeit wurden alle 600 Schüler, Dank einer perfekten Organisationsstruktur, in die Workshops verteilt. Die Spannung wuchs.

70 Workshops wurden angeboten und genutzt. Es war die ganze Palette des beruflichen Schulwesens der KAS+MES zu finden: Beton, Holz, Vermessung, Stahl, Strom, Ernährung, Erziehung, Landwirtschaft, Konstruktionen aus dem Metallbereich, CAD, CNC, Installations- und Elektrotechnik. Es wurde massiert, gepflegt, gemalt, gebohrt, geschweißt, geplant und umgesetzt. Auch in den Bereichen Nahrung, Pharmazie, Chemie und Physik wurden viele Theorien praktisch umgesetzt. Einblicke wurden gewährt in die Säuglings- und Altenpflege, es wurde gekocht, der Tisch gedeckt, perfekt serviert und natürlich auch gespeist. Musik und Rhythmus, vom Säugling bis ins hohe Alter wichtig, konnte praktisch erfahren und ausgeführt werden.

Schülerrückmeldungen aus Ochsenhausen: Daniel Poser: „Ich stelle mir unter 3D-CAD-Maschinenbau vor, dass ich am PC eine Maschine konstruieren und zusammen bauen kann.“ Tabea Bolz: „Heute ist Badetag; Säuglingspflege, Blutdruckmessung; ich denke, dass ich hier Interessantes über meinen Wunschberuf Kinderkrankenschwester erfahre.“

In den Workshops wurde auch ein wichtiger Grundgedanke umgesetzt: Schüler lehren Schüler. Der Austausch des Wissens erfolgt auf einer gleichberechtigten Ebene. Diesen direkten Praxisbezug, und damit eine optimale Praxisorientierung, kann nur das duale Ausbildungssystem, Betrieb – Berufsschule, leisten. Es wurde eine emotionale Bindung der Haupt- und Realschüler an das Berufliche Schulzentrum (BSZ) erreicht.

Die gleichberechtigte Beziehung zwischen Theorie und Praxis sei exemplarisch an folgenden Workshops aufgezeigt:

In den ersten beiden Vormittagsstunden wurde mit Hilfe eines CAD-Programmes ein Dachstuhl bzw. ein Bad entworfen. Mit diesen Plänen ging es in den beiden Nachmittagsstunden in die Werkstatt. Dort lernten unsere Gastschüler mit den Auszubildenden zusammen die praktische Umsetzung. Man hatte in kurzer Zeit etwas „geschaffen“. Viele waren von Stolz´erfüllt und sich ihrem Berufswunsch schon sehr nahe.

Energietechnisch auf den neuesten Stand brachte sich die Gruppe mit der Solarzelle. Auch der elektrische Antrieb durfte nicht fehlen.

In der Altenpflegeschule wurden unsere Gastschüler von Auszubildenden betreut und angeleitet. Nach der Geschichte der Altenpflege wurden die heute unumgänglichen Hygienebestimmungen erarbeitet und auch an praktischen Beispielen geübt. Sterile Verbandwechsel und Aktivierungsarbeit markierten eine weitere praktische Seite. Gesundheitspflege und Ernährungsverhalten wurden spielerisch und in Experimenten vertieft. Auch in diesem Workshop wurde eine emotionale Bindung an die Schule und in den wichtigen Beruf der Altenpflege geschaffen.

Mit Ernährung ist man immer auf der richtigen Seite: Kebap selbst gemacht brachte allen Gästen viel Spaß und man lernte nicht nur kochen sondern auch servieren, Tisch decken und essen. Wie wichtig Jod für Wachstum und Stoffwechsel ist, wurde theoretisch und wissenschaftlich an Lebensmitteln des täglichen Lebens erforscht.

Nicht nur die Schüler wurden am Valentinstag 2012 im BSZ bestens versorgt. Auch die betreuenden Lehrer erfuhren die Gastfreundschaft der KAS und MES. In einem wunderbar dekorierten Lehrer-Info-Cafe war für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt. Selbstgemachtes Müsli, Kuchen, Kaffee und Tee, ein gefüllter Obstkorb und Getränke luden zum Verweilen und zum Gespräch ein. Der Informationsaustausch unter den Gästen selbst, wie auch mit den Lehrern des BSZ, wurde reichlich genutzt. Wie die Rückmeldungen zeigen, haben sich die Gastlehrer im Info-Cafe außerordentlich wohl gefühlt.

Aber sie hatten auch ein strenges Programm, das gerne angenommen wurde. In einem eigenen Info-Raum wurden ganztägig in Präsentationen und Gesprächen die Bildungsmöglichkeiten des beruflichen Schulwesens der KAS+MES aufgezeigt.

Aus Feedback und Evaluation einige Titel:

Die beiden beruflichen Schulen haben sich den Schülern im Kreis Biberach in hervorragender Weise präsentiert und gezeigt, dass sich hier jeder wohl fühlen und sein Berufs- und Bildungsziel verwirklichen kann.

Dieser Workshoptag hat dank der Organisation und des Engagements der Kolleginnen und Kollegen der KAS+MES eine neue Ereignischance verdient.

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