
16 Jahre Schulsozialarbeit an der Karl-Arnold-Schule: Abschied von Susanne Iser
Manche Begegnungen verändern ein Leben. 16 Jahre lang war Schulsozialarbeiterin Susanne Iser an der Karl-Arnold-Schule in Biberach für Schülerinnen und Schüler da, wenn sie Unterstützung brauchten. Am Freitag, 23. Oktober 2026, verabschiedete die Schulgemeinschaft sie in den Ruhestand.
Im Lehrerzimmer versammelte sich das Kollegium, um gemeinsam Danke zu sagen. Unser Schulleiter Herr Kniese blickte in seiner Rede auf 16 Jahre, einen Monat und 22 Tage Schulsozialarbeit zurück. Musik aus dem Kollegium und ein kleiner Umtrunk, organisiert vom Örtlichen Personalrat, gaben der Verabschiedung einen herzlichen Rahmen.
Eine ungewöhnliche Bewerbung und 16 Jahre Vertrauen
Dabei hatte Susanne Isers beruflicher Weg zunächst in eine ganz andere Richtung geführt. Nach einer technischen Grundausbildung studierte sie Holztechnik, bevor sie sich für die Sozialarbeit entschied. Es hätte also nicht viel gefehlt, und sie wäre später als Lehrerin der Bauabteilung an der Karl-Arnold-Schule tätig gewesen, bemerkte Schulleiter Kniese schmunzelnd.
Auch ihre Bewerbung im Jahr 2010 nahm einen ungewöhnlichen Weg: Eigentlich war sie an die benachbarte Matthias-Erzberger-Schule adressiert. Zum Glück für die Karl-Arnold-Schule landete sie schließlich doch bei uns an der Schule.
Was 2010 als befristete, von der Bruno-Frey-Stiftung finanzierte Stelle begann, wurde 2013 durch die unbefristete Anstellung beim Landkreis Biberach verstetigt. Heute ist Schulsozialarbeit ein wichtiger Bestandteil der multiprofessionellen Zusammenarbeit an der Schule.
Die Investition des Landkreises in Schulsozialarbeit zeigt, wie sich Schule weiterentwickelt: Neben fachlicher Bildung brauchen junge Menschen verlässliche Ansprechpersonen, die sie bei persönlichen, sozialen und familiären Herausforderungen begleiten.
Die kleinen Momente bleiben
Wie viel diese Begleitung bewirken kann, wurde in Frau Isers eigenen Abschiedsworten deutlich. Sie erinnerte an Begegnungen, die ihr besonders nahegegangen waren, darunter beispielsweise ein Vater, der seinen Sohn nach Jahren des Schweigens wieder in die Arme schließen konnte.
Solche Momente lassen sich nicht in Zahlen messen. Schulleiter Kniese würdigte ihre Arbeit mit den Worten: „Ruhig, fachlich, empathisch. Dafür gibt es keine Statistik.“
Bereits 2011 hatte es in ihrer Probezeitbeurteilung der früheren Schulleitung Frau Granacher-Buroh geheißen: „Frau Iser ist ein Gewinn für die Karl-Arnold-Schule.“ Ein Satz, der über 16 Jahre seine Gültigkeit behalten hat.
Frau Iser verabschiedete sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die vielen gewachsenen Beziehungen und das herzliche Kollegium werde sie vermissen. Gleichzeitig freue sie sich auf lange Ferien und mehr Zeit für ihren Mann und ihre Familie. Mit einem Augenzwinkern kündigte sie an, ihr berufliches Wissen künftig auch zu Hause einzusetzen.
Liebe Frau Iser, vielen Dank für 16 Jahre Zuhören, Begleiten und Mutmachen. Wir wünschen Ihnen für Ihren Ruhestand von Herzen alles Gute!