
Demokratie erleben– Berufsschüler der Karl-Arnold-Schule unterwegs in Berlin
37 Koffer, ein zusätzliches Hostelzimmer nur dafür und jede Menge Neugier im Gepäck: So begann die Berlinfahrt der Berufsschülerinnen und Berufsschüler aus der Abteilung Elektro der Karl-Arnold-Schule. Doch schnell wurde klar: Die Reise hatte weit mehr zu bieten als die bekannten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.
Schülerinnen und Schüler aus den Ausbildungsberufen Fachinformatiker, Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie Elektroniker für Geräte und Systeme erlebten Politik, Geschichte und Medien hautnah. Im Deutschen Bundestag verfolgten sie sogar die Regierungserklärung und kamen anschließend mit Bundestagsabgeordneten aus der Region ins Gespräch. Dabei ging es nicht nur um politische Themen, sondern auch um persönliche Motivation, Verantwortung und den Wunsch, gemeinsam etwas zu bewegen – Werte, die auch in der beruflichen Bildung eine wichtige Rolle spielen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Besonders bewegend war die Führung durch einen Zeitzeugen, der aus der DDR ausgebürgert wurde, nachdem er Erich Honecker in einem Fernsehinterview als Diktator bezeichnet hatte. Die Schülerinnen und Schüler erlebten eindrucksvoll, dass Demokratie, Meinungsfreiheit und Freiheit keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder geschützt und gelebt werden müssen.
Auch ein Blick hinter die Kulissen des ZDF-Morgenmagazins sowie der Besuch des Besucherzentrums des Bundesnachrichtendienstes sorgten für spannende Einblicke in Berufe und Institutionen, die vielen bislang unbekannt waren. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die beruflichen Perspektiven in Deutschland sind auch für technisch ausgebildete Fachkräfte.
Und natürlich durfte auch ein Stück Heimat nicht fehlen: Als kleines Gastgeschenk überreichten die Schülerinnen und Schüler den Bundestagsabgeordneten hausgemachten Fleischkäse aus der schuleigenen Wurstküche. Ein kulinarischer Gruß aus Biberach, der ebenso gut ankam wie die interessierten Fragen unserer Schülerinnen und Schüler.
Als die 37 Koffer schließlich wieder für die Heimreise gepackt wurden, nachdem zu Beginn der Reise wegen des fehlenden Gepäckraums kurzerhand ein zusätzliches Hostelzimmer als „Kofferlager“ herhalten musste, war klar: Im Gepäck waren diesmal nicht nur Kleidung und Souvenirs, sondern auch viele Erinnerungen, spannende Eindrücke und Erfahrungen, die bleiben. Wir bedanken uns herzlich bei den engagierten Lehrkräften Herrn Amann, Herrn Hamm, Herrn Hörmann, Herrn Schmid, Herrn Bögel, Herrn Nüßle, Herrn Merkke, Frau Heider und Herrn Müller, die auch in diesem Schuljahr die Fahrt nach Berlin möglich gemacht haben!