
Fakten statt Fakes – Workshop zur Medienkompetenz im Technischen Gymnasium
Wie erkennt man Falschinformationen im Internet? Wie lassen sich Nachrichten kritisch hinterfragen? Und welche Rolle spielen soziale Medien bei der Verbreitung von Informationen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse TGM 12 des Technischen Gymnasiums in einem spannenden Workshop zum Thema „Fakten-Check“.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Schule in Zusammenarbeit mit einem Respect-Coach des CJD, Maren Preisinger. Als Referentin führte Stefanie Jebram durch den Workshop, der aktuelle Herausforderungen im Umgang mit digitalen Medien in den Mittelpunkt stellte.
Als Aufhänger diente die Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine. Dabei stand jedoch nicht der Konflikt selbst im Fokus, sondern die Frage, wie Informationen in sozialen Medien und anderen Kanälen dargestellt werden und wie sich seriöse Berichterstattung von Propaganda oder Falschinformationen unterscheiden lässt.
Nach einer lockeren Kennenlern- und Aufwärmphase, die für eine offene Gesprächsatmosphäre sorgte, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshop-Phasen wichtige Kriterien zur Bewertung von Medieninhalten. Anhand ausgewählter Videos analysierten sie beispielsweise, welche Quellen genutzt werden, welche Absichten hinter Beiträgen stehen könnten und mit welchen Methoden versucht wird, Meinungen zu beeinflussen. Dabei wurde auch ein Beispiel betrachtet, bei dem gezielt Desinformationen zum Ukraine-Krieg verbreitet wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Grundlagen eines verantwortungsvollen und konfliktsensiblen Journalismus. Die Jugendlichen lernten, warum journalistische Unabhängigkeit, Transparenz, die Berücksichtigung verschiedener Perspektiven und eine sorgfältige Recherche wichtige Voraussetzungen für glaubwürdige Berichterstattung sind.
Ziel des Workshops war es, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Informationen kritisch zu hinterfragen, Gerüchte zu erkennen und souverän mit der täglichen Informationsflut umzugehen.
Das Feedback der Klasse fiel durchweg positiv aus. Viele Schülerinnen und Schüler bewerteten den Workshop als sehr interessant und praxisnah. Besonders geschätzt wurde der direkte Bezug zu sozialen Medien und die Möglichkeit, konkrete Beispiele gemeinsam zu analysieren. Der Wunsch nach weiteren Angeboten dieser Art war deutlich: Solche Veranstaltungen helfen dabei, sich sicherer und bewusster in der digitalen Medienwelt zu bewegen.
Mit Projekten wie diesem zeigt das Technische Gymnasium einmal mehr, wie wichtig neben fachlichem Wissen auch die Förderung von Medienkompetenz und gesellschaftlicher Verantwortung ist.